Geschichte
Geschichte der Schweizer Provinz (1938-2011)
Die Anfänge der Schweizer Provinz der Missionare U.L.F. von La Salette reichen zurück bis auf die Schule, die P. Jean Berthier 1884 in Susten bei Leuk (Wallis) gegründet hat. Aus dieser Schule auf dem Schloss Mageran (1884-1892) sind einige Schweizer Patres hervorgegangen, die mit der Heimat seelisch verbunden blieben und stets den Wunsch hegten, dort später einmal eine Gründung vorzunehmen.
Mit dem Einverständnis des Generalobern suchte P. Van Roth nach einem Ort für eine deutschsprachige Schule und stieß im Juni 1923 auf die "Untere Waid", das ehemalige Kurhaus. Nach einer positiven Entscheidung des Bischofs von St. Gallen entschloss sich der Generalrat für die Niederlassung in Mörschwil. Die "Liegenschaft zur Unteren Waid" wurde am 19. März 1924, am Fest des heiligen Joseph gekauft. Im Herbst dieses Jahres haben die Salettiner die Missionsschule eröffnet und seit dem Jahr 1926 regelmäßig die Wallfahrten aus der Schweiz nach La Salette angeboten.
Im Herbst 1929 wurden die ersten Novizen des Schweizer Werkes nach Turin ins Noviziat geschickt. Im Sommer 1929 wurde die salettinische Zeitschrift auf Deutsch, die "botschaft" gegründet, die heute elf Mal im Jahr erscheint.
Am 25. Mai 1931 wurde die neue Fahne der Schule eingeweiht. Im selben Jahr wurden die ersten Seminaristen nach Fribourg in das Haus Mont Planeau geschickt, in dem der Generalrat seinen Sitz hatte.
Zwei Jahre später kauften die Patres das alte Jurahotel und errichteten dort das Scholastikat (1933-1947). Das erste Noviziat wurde im September 1934 in der Unteren Waid eröffnet.
Im Jahre 1935 wurde die erste Niederlassung im Ausland in Balzers, Liechtenstein gegründet. Hier auf dem Gutenberg wurde ein Progymnasium geführt.
Am 7. Juli 1935 empfingen die ersten ehemaligen Schüler der Unteren Waid in der St. Michaelskirche in Freiburg die heilige Priesterweihe. Bei diesem Ereignis wurde das Schweizer Werk zur Vizeprovinz (Vikariat) erhoben.
Mitte August 1938 fand in Turin das Generalkapitel statt. Die Schweiz durfte sich zum ersten Mal von Rechts wegen daran beteiligen. Das Schweizer Vikariat wurde zur Provinz erhoben und P. Van Roth zum Generalassistenten gewählt. Das Schweizerwerk war lebensfähig, denn es hatte 20 Patres, 27 Fratres, 11 Novizen, 4 Brüder und 70 Schüler in drei Häusern, und es war in der Lage, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die Schweizerprovinz erwarb im Jahre 1939 die Villa Mont Planeau in Fribourg, wo die künftigen Maturanden wohnten, die am Lyzeum des Kollegiums St. Michael ihr Maturazeugnis erwarben.
Mitte August 1938 fand in Turin das Generalkapitel statt. Die Schweiz durfte sich zum ersten Mal von Rechts wegen daran beteiligen. Das Schweizer Vikariat wurde zur Provinz erhoben und P. Van Roth zum Generalassistenten gewählt. Das Schweizerwerk war lebensfähig, denn es hatte 20 Patres, 27 Fratres, 11 Novizen, 4 Brüder und 70 Schüler in drei Häusern, und es war in der Lage, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die Schweizerprovinz erwarb im Jahre 1939 die Villa Mont Planeau in Fribourg, wo die künftigen Maturanden wohnten, die am Lyzeum des Kollegiums St. Michael ihr Maturazeugnis erwarben.
Im Herbst 1940 wurde das Noviziat von Freiburg "Jura" (seit 1936) in das während des Zweiten Weltkrieges leerstehende Haus "Gutenberg" in Balzers verlegt. In den Jahren 1941-42 wurde die Villa Mont Planeau vergrößert.
Die große Anzahl der Mitglieder ermöglichte der Provinz im Jahre 1946, Missionare nach Angola zu senden. Sie begannen ein großes Missionswerk, das trotz Verwirrungen der Kriege zu einer Region wurde und heute 89 Mitglieder zählt.
Am 21. Mai 1947 wurden die "Chalet von Bouleyres" für eine französische Schule gekauft. Aus dieser Schule ist im Jahre 1997 die bekannte Stiftung Friedensdorf entstanden.
Seit dem Jahr 1949 übernahmen die Patres die Pfarrei Engerazhofen und die dazugehörende Kapelle auf dem Fuchsberg, die schon im Jahre 1866 gebaut und auf den Namen Unserer Lieben Frau von La Salette eingeweiht wurde. Im Jahre 2009 wurde in Engerazhofen eine neue deutsche Niederlassung gegründet.
In den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts waren die Patres aus der Schweiz in mehreren Flüchtlingslagern und Pfarreien in Deutschland tätig: Ulm, Göppingen, Oberesslingen und Stuttgart.
Im Jahre 1959 kamen sie auch nach Sindelfingen, wo eine neue Niederlassung gegründet wurde. Nebst den Pfarreien waren sie stark in der Portugiesen- und Krankenseelsorge engagiert. Im Jahre 2010 ging die Ära der Salettiner in Sindelfingen zu Ende.
Im Jahre 1985 gründeten die Patres in Balzers das Bildungshaus Gutenberg. Damit wollten sie zahlreichen Jugendlichen und Erwachsenen Bildung und Weiterbildung unter dem Motto: Mitte finden, Versöhnung leben ermöglichen. Im Jahre 2003 wurde dieses Bildungshaus in eine Stiftung überführt.
Die Missionsschule Untere Waid wurde in den fünfziger Jahren ausgebaut und wuchs zu einem Gymnasium Untere Waid, zu einer privaten Mittelschule mit eidgenössisch anerkannter Matura (1998). Sie wurde im Jahre 2007 in eine Stiftung überführt.
Heute setzen die Salettiner das Schweizer Werk fort. Um auf den Priestermangel zu antworten, wirken wir vor allem in der Seelsorge. Wir arbeiten aber auch mit dem Gymnasium Untere Waid und dem Bildungshaus Gutenberg zusammen. Die Schweizer Missionsprokura setzt sich für die Mission in Angola ein, und die Zeitschrift botschaft macht unser La Salette–Werk bekannt. Die jährlichen Wallfahrten nach La Salette bieten den Gläubigen eine persönliche Begegnung mit dem Ereignis von La Salette. Der Laienverein La Salette Familie teilt mit uns die salettinische Spiritualität und unterstützt uns bei unseren Aufgaben.